Innovation: neues Material für saisonale Solar-Wärmespeicher
Bereits seit 1994 entwickeln Forscher der Technischen Universität Ilmenau in Kooperation mit der Industrie Heißwasser-Wärmespeicher aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). Das neu entwickelte Material soll es ermöglichen, Wärmespeicher zu geringeren Kosten, mit einer höheren Lebensdauer und mit guten Dämmwerten zu bauen. GFK-Verbundstoffe bieten allerdings noch weitere Vorteile. Wissenschaftler sehen insbesondere für Solar-Wärmespeicher mit einem Fassungsvermögen von 100 bis 1.000 Kubikmetern eine Chance auf dem Markt. Diese Solar-Wärmespeicher könnten bald als Tages-, Wochen- oder Monatsspeicher eine Rolle spielen. Solche Speicher aus GFK-Verbundstoffen bieten im Vergleich zu anderen Speichern einen wesentlichen Vorteil: günstigere Wärmepreise.
Sommerwärme für den Winter dank saisonaler Speicher
Große Solaranlagen verfügen über Wärmespeicher, die solare Wärme über längere Zeiträume speichern können. Es kann sich dabei sogar um Monate handeln. Dank dieser saisonalen Speicher kommen Sie mit der warmen Sonnenstrahlung des Sommers über die kalten Wintermonate. Durch die längerfristige Speicherung kann die Solarwärme im Jahresdurchschnitt bis zu 50 % des Wärmebedarfs für die Trinkwassererwärmung und Heizung decken. Die Wärmekosten steigen allerdings mit einem hohen solaren Deckungsanteil an. Daher sind Forscher bemüht, neue Speicher zu entwickeln, die kostengünstiger als die bisherigen Speicher-Lösungen sind.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) förderte im Rahmen seines Programms “Solarthermie-2000″ Projekte zu GFK-Speichern. Diese Projekte wurden im Jahr 2002 abgeschlossen. Ziel dieser Forschungsbemühungen war es, die Kosten für den spezifischen Speicherbau zu senken. Zeitgleich sollte die Lebensdauer der Speicher verbessert und die Wärmeverluste gesenkt werden. Heutzutage wird getestet, ob sich GFK-Speicher als Kurzzeitspeicher zur solaren Warmwasserversorgung eignen.
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